Berufspraktische Tage 2020

Von 19. – 23. Oktober 2020 fanden in schon bewährter Manier die berufspraktischen Tage statt. Unsere Schüler*innen waren in zahlreichen Betrieben in und um Frohnleiten unterwegs. Einige nahmen auch etwas weitere Anfahrten und sogar Nächtigungen in Kauf um in ihre Wunschberufe hineinschnuppern zu können. Wir sind allen Firmen sehr dankbar, dass sie unseren Schüler*innen in diesen schwierigen Zeiten eine Chance für ein Praktikum gegeben haben. Während dieser Tage haben sich die Schüler*innen viele Notizen gemacht und diese in einem Portfolio aufbereitet.
 
Einige rückblickende Gedanken sind hier nachzulesen:
 
 

Kindergartenpädagogin, Apothekerin, Pia H., 4a

Für meine BPT habe ich mir gleich mehrere Betriebe ausgesucht, damit ich mir ein vielseitiges Bild machen konnte. Alle Betriebe sind in Frohnleiten ansässig. Am Montag startete ich um 7.30 Uhr beim Kindergarten Pinocchio in die Woche. Die Kinder und auch die Betreuerinnen waren sehr höflich zu mir. Ich hatte mit den Kindern viel Spaß, aber es gab auch sehr viel zu tun. Die Kinder sind mir nach diesen zwei Tagen schon ans Herz gewachsen, obwohl ich mir den Job als Kindergartenpädagogin nicht wirklich vorstellen kann, weil es mir einfach zu stressig war.

Die nächsten beiden Tage war ich in der Engel-Apotheke als PKA (Pharmazeutisch kaufmännische Assistentin) tätig. Dort musste ich viele gesunde Tees zubereiten, heilende Salben und Cremes anrühren und zahlreiche Medikamente an den richtigen Platz räumen. Ich kann mir sehr gut vorstellen in diesem Betrieb als PKA zu arbeiten, weil ich mich sehr für den medizinischen Bereich interessiere und ich gerne Menschen helfe.

Am letzten Tag schlichtete ich viele von der Post gelieferte Waren bei der Fa. BIPA in die Regale. Für diesen Job muss man ein gutes Auge haben, da man die Waren suchen muss und diese genau richtig einräumen soll. Viele schwere, aber auch leichte Waren haben auf mich gewartet. Am Schluss des Tages um 17 Uhr war ich mit meiner Arbeit sehr zufrieden. Insgesamt verstaute  ich zwei große Wägen voller Waren in den Regalen. Dieser Job ist nichts für mich, da mir das Heben einfach zu schwer und umständlich war.

Zum Schluss möchte ich feststellen, dass mir diese Tage sehr weiter geholfen haben, was meine Berufswahl betrifft. Ich konnte mir so einen Blick ins Arbeitsleben verschaffen. 

 

Verwaltungsassistentin, Julia E., 4a

Während meiner BPT machte ich ein Praktikum als Verwaltungsassistentin bei der Stadtgemeinde Frohnleiten. Ich hatte schon einige Einblicke in diesen Beruf bekommen, da meine Schwester auch in diesem Betrieb arbeitet. Die Angestellten waren alle sehr freundlich und hilfsbereit. Wenn ich nicht weiterwusste, konnte ich sofort jemanden um Hilfe bitten. 

Von Montag bis Mittwoch und am Freitag arbeitete ich von 7 bis 15 Uhr, am Donnerstag arbeitete ich ganztägig von 7 bis 18 Uhr (mit einer zweistündigen Mittagspause). Ich konnte in zwei verschiedene Abteilungen hinein schnuppern. Am Montag und Dienstag war ich im Sekretariat unseres Bürgermeisters, von Mittwoch bis Freitag arbeitete ich an der Rezeption. Dort war ich fast den ganzen Tag alleine und durfte viele Arbeiten selbständig machen. Ich beantwortete Mails, nahm Telefonate an und half Besuchern weiter. Im Sekretariat beantwortete ich ebenfalls Mails, scannte die Post ein und richtete wichtige Unterlagen für unseren Bürgermeister Johannes Wagner her.

Mir haben diese Tage sehr gut gefallen. Ich kann mir schon vorstellen in diesem Betrieb zu arbeiten. Es war sehr hilfreich für mich und ich konnte endlich einen Blick ins Arbeitsleben werfen.  

 

Tischlerin, Anastasia S., 4c

Ich war während meiner BPT bei der Tischlerei Zink in Mixnitz. Dort durfte ich der Chefin helfen. Zuerst musste ich einen Raum ausmessen und die Maße notieren. Dann zeichnete ich einen Grundriss. Mein anschließender Auftrag lautete, eine Küche zu planen. Da musste ich schon etwas überlegen. Ich durfte mir sogar ein eigenes Design aussuchen. Zuerst musste ich die Küche als Ansicht auf ein Blatt Papier zeichnen und später arbeitete ich mit dem Programm „Tischler 3D“ am Computer. Wie der Name sagt, konnte ich mit diesem meine „eigene“ Küche in 3D bauen. Das war mir gar nicht neu, weil ich auf meinem Handy eine ähnliche App installiert habe. Daher war ich gut vorbereitet und konnte meine Chefin überraschen und von meinen Kenntnissen überzeugen. 

Diese Woche war eine sehr schöne Erfahrung für mich und meine Berufswahl steht eigentlich schon fest.

 

Buchhalterin, Sekretärin, Personalabteilung, Magdalena K., 4c

In dieser Woche war ich in zwei verschiedenen Firmen. An den ersten beiden Tagen war ich bei der Fa. Norske Skog. Dort gefiel es mir sehr gut, weil ich in drei verschiedenen Abteilungen schnuppern durfte – der Buchhaltung, dem Sekretariat und dem Personalbüro. Am ersten Tag gab es sogar eine Werksführung für mich. In der Buchhaltung musste ich Briefe öffnen, Schriftstücke stempeln und Bestellnummern raussuchen. Im Sekretariat konnte ich Kalender anlegen, Mappen sortieren und Gutscheine ausschneiden. Im Personalbüro durfte ich die Kalender dann sortieren und Mails verschicken. Mir haben diese Arbeiten sehr viel Spaß gemacht, weil ich Fragen stellen durfte und mir verschiedene Abteilungen gezeigt wurden. 

An den restlichen Tagen war ich bei ÖBAU Reisinger. Dort durfte ich bei der Innen- und Außeninventur helfen sowie im Gartenbereich tätig sein.

Diese Woche war eine spannende Erfahrung für mich. 

 

Vertrieb, Logistik und Anwaltsgehilfin, Marie M., 4b:  

Ich verbrachte meine Berufspraktischen Tage bei der Firma Komptech und bei einem heimischen Anwalt.  

Die ersten zwei Tage verbrachte ich bei dem Anwalt. Es war wirklich sehr informativ und lustig. Ich durfte alle Akten lesen und konnte alles fragen, was mich interessiert. Doch mit der Zeit wurde es relativ langweilig, weil immer nur Akten sortieren und Daten kalandrieren, ließ die Zeit nicht schnell vergehen. Im Großen und Ganzen war es aber toll. 

Die nächsten Tage war ich bei der Firma Komptech. Ich war im Vertrieb, in der ISM und der Logistik. Mir hat die Aufteilung sehr gefallen, weil ich einen Einblick in alle Bereiche bekam. Außerdem kannte ich viele Leute und ich fühlte mich sehr willkommen. Das hat mir sehr gefallen und ich durfte auch sehr viel arbeiten.  

Ich persönlich finde, dass es eine sehr schöne Zeit war und man hatte einen tollen Einblick in das Arbeitsleben. Die Berufspraktischen Tage bereiteten mir sehr viel Freude und ich würde es sofort noch einmal machen.  

 

Tischlerin, Amelie Z., 4b:  

Im Rahmen der Berufspraktischen Tage habe ich drei Tage bei der Tischlerei Zink verbracht und musste viel räumliches Denken einsetzen. Mir persönlich hat es nicht sehr gefallen.  

Am ersten Tag meines Praktikums musste ich eine Küche ausmessen und planen. Das Ausmessen war lustig, auch wenn es lange dauerte, da man jede Seite und jeden Winkel extra messen musste. Wenn man ans Küche planen denkt, scheint es erst einfach, bis man sieht, was man alles beachten muss. Man sollte zum Beispiel Platz zum Vorbeigehen haben. Dadurch, dass man sie auf einem Zettel plant, muss man mit dem Maßstab 1:20 rechnen. Genau das gefiel mir nicht besonders. Die Tätigkeit verlangte viel Mathematik, was nicht gerade meine Stärke ist. Obwohl es am Computer einfacher ist, ist es trotzdem sehr anstrengend und nichts für mich.  

Im Großen und Ganzen waren diese drei Tage sehr anstrengend und jetzt weiß ich, dass ich keinen Beruf möchte, der räumliches Denken verlangt.  

 

Einzelhandelskauffrau, Celine B., 4c

Im Rahmen der Berufspraktischen Tage war ich beim Reisinger in Frohnleiten. Am Anfang war ich sehr nervös, aber ich wurde herzlich aufgenommen. Das ständige Herumgehen und das Stehen war sehr anstrengend und mir taten nach dem ersten Tag die Beine sehr weh. Trotzdem habe ich mich auf den nächsten Arbeitstag gefreut. Eine gute Freundin, die in meiner Klasse ist, war mit mir gemeinsam dort. Wir haben Sachen eingeräumt, geschlichtet und weggeworfen. Ich habe an diesen Tagen sehr viel dazu gelernt und es hat mega Spaß gemacht. Aber es war auch sehr stressig und man musste immer jeden einzelnen Kunden grüßen. Viele Kunden dachten, ich würde mich auskennen, obwohl ich sagte, dass ich nur schnuppere, aber einer Dame konnte ich helfen. Sie hat mir auch einen Euro Trinkgeld gegeben.  

Im Großen Und Ganzen hat es mir sehr Spaß gemacht, aber ich kann mir nicht vorstellen dort zu arbeiten, weil es einfach nicht meins ist.